Didi ist in China der einfache Weg zum Taxi
Ich nutze in China meistens Didi Travel direkt in Alipay. WeChat und Alipay haben viele Unterprogramme, deshalb muss man nicht zwingend eine eigene Taxi App installieren. Wer möchte, kann Didi aber auch separat herunterladen und als eigene App nutzen.
Vom Prinzip her kann man Didi gut mit Uber vergleichen: Start eingeben, Ziel eingeben, Fahrzeug wählen, Fahrer auf der Karte verfolgen und am Ende automatisch bezahlen. Für Reisende ist das extrem komfortabel, weil man dem Fahrer nicht erst lange auf Chinesisch erklären muss, wohin man möchte.
Der wichtigste Tipp: chinesische Namen nutzen
Die Suche auf Englisch funktioniert oft gut, manchmal sogar auf Deutsch, aber eben nicht immer. Dann kopiere ich den chinesischen Namen des Hotels, Bahnhofs oder der Sehenswürdigkeit direkt in Didi. Gerade bei Orten wie der Chinesischen Mauer, Parks oder Tempeln ist das deutlich sicherer.
Vor dem Bestellen prüfe ich den Pin auf der Karte. Der Startpunkt wird meistens automatisch vorgeschlagen. Beim Ziel schaue ich lieber einmal zu viel nach, ob der Pin wirklich an der richtigen Stelle liegt.
So sieht Didi in der Praxis aus
Die vier Screenshots unten zeigen ziemlich gut, warum Didi in China so praktisch ist: Man sieht Start und Ziel direkt auf der Karte, kann Route, Fahrzeit und Strecke prüfen, bekommt den Preis angezeigt und kann zwischen mehreren Fahrzeugarten wählen. Genau diese Mischung aus Übersicht und Komfort macht das Taxifahren in China für mich so unkompliziert.




Was man auf den Screenshots gut erkennt
Am Anfang wählt man Start und Ziel. Didi kann dabei sogar deutsche Eingaben wie Peking Hauptbahnhof verstehen, trotzdem sollte man den vorgeschlagenen Pin immer kurz auf der Karte kontrollieren.
Vor der Bestätigung zeigt Didi die Route, die geschätzte Fahrzeit, die Strecke und den Preis. Je nach Verkehr kann sich der Betrag während der Fahrt manchmal leicht verändern, zum Beispiel bei Stau. In meiner Erfahrung sind das aber eher kleine Anpassungen und keine großen Überraschungen.
Danach wählt man die passende Fahrzeugkategorie. Es gibt einfache Fahrten, normale Taxis, komfortablere Fahrzeuge, Priority und Premium. Manche Kategorien erlauben auch Barzahlung, wenn man das bewusst auswählen möchte.
So läuft eine Fahrt praktisch ab
Nach der Bestellung sieht man direkt, wo das Auto ist und wie lange es noch braucht. Der Preis wurde vorher bereits angezeigt. Wenn sich Verkehr oder Route ändern, kann sich dieser Betrag während der Fahrt manchmal noch leicht verändern. In meiner Erfahrung sind das aber eher kleine Anpassungen und keine bösen Überraschungen.
Wenn der Fahrer angekommen ist, zeigt die App eine vierstellige Nummer. Diese Nummer gehört zu deiner Fahrt. Sie hilft dabei, das richtige Auto zu erkennen und nicht versehentlich in ein anderes Taxi zu steigen. Genau das ist mir schon passiert. Kein Drama, aber ziemlich peinlich. Deshalb: Kennzeichen, Fahrzeug und Nummer kurz prüfen, bevor man einsteigt.
Bezahlt wird normalerweise automatisch über die in Alipay oder Didi hinterlegte Karte. Dafür legt man vorher einen persönlichen Zahlungscode fest, also im Prinzip eine kurze PIN für die Freigabe von Zahlungen. Nach der Fahrt bestätige ich die Bezahlung meistens erst nach dem Aussteigen. Am Anfang habe ich dafür noch im Taxi gewartet. Inzwischen steige ich einfach aus und bestätige dann in Ruhe. Für den Fahrer ist das normalerweise kein Problem. Mehr zur Einrichtung steht auf meiner Seite Bezahlen in China.
Taxi vorbestellen
Eine Vorausbuchung ist besonders praktisch, wenn man morgens früh zum Flughafen, Bahnhof oder zu einem Ausflug starten muss. Ich bestelle solche Fahrten gerne am Abend vorher. Wenn der Fahrer die Fahrt annimmt, kommt er zur geplanten Uhrzeit automatisch zum angegebenen Ort.
Auch bei etwas abgelegenen Zielen sollte man die Rückfahrt im Kopf haben. Ich bin in China noch nirgends stehen gelassen worden, aber es kann dauern, bis ein Fahrer verfügbar ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt die Rückfahrt rechtzeitig vor oder plant etwas Puffer ein.
Fahrzeugarten in Didi
In Didi kann man verschiedene Fahrzeugarten auswählen. Es gibt einfache Fahrten, gehobenere Fahrzeuge und größere Autos mit mehr Sitzplätzen. Für Gruppen oder Gepäck kann so ein größeres Fahrzeug sehr angenehm sein.
Meine Empfehlung: Wenn es preislich passt, ruhig einmal ein größeres oder gehobeneres Fahrzeug ausprobieren. Gerade die größeren elektrischen Fahrzeuge wirken oft fast wie ein kleines Business Taxi und sind auf längeren Fahrten sehr bequem.
Bei Hotels funktioniert Didi besonders gut, wenn man den chinesischen Hotelnamen kopiert. Bei Bahnhöfen sollte man zusätzlich auf den richtigen Eingang achten.
Bei Parks, Tempeln und Mauerabschnitten prüfe ich immer den Pin. Ein richtiger Name reicht nicht, wenn der Eingang auf der Karte falsch liegt.
Für frühe Flüge lohnt sich die Vorausbuchung. Dann ist die Fahrt nicht erst morgens ein Stresspunkt.
Mein Fazit
Taxi fahren in China ist mit Didi deutlich einfacher, als viele vor der ersten Reise erwarten. Die größte Hürde ist nicht die Fahrt selbst, sondern die richtige Eingabe von Start und Ziel. Wer chinesische Namen kopiert, den Pin kontrolliert und beim Einsteigen kurz Nummer, Kennzeichen und Fahrzeug prüft, kommt in China sehr entspannt mit dem Taxi durch den Alltag.