Warum ich Meituan ausprobieren wollte
Auf einer meiner ersten China Reisen wollte ich unbedingt ausprobieren, wie es ist, sich Essen direkt ins Hotel liefern zu lassen. In China sieht man überall Lieferfahrer auf Rollern, ständig kommen irgendwo Tüten mit Essen an, und irgendwann wollte ich wissen: Wie funktioniert das eigentlich als ausländischer Reisender?
Am Anfang hatte ich keine Ahnung. Ich suchte länger im Internet und stieß schließlich auf Meituan, eine der bekanntesten Apps für Essenslieferungen in China. Also lud ich mir die App herunter und merkte schnell: Das wird nicht ganz so einfach.
Chinesische App, chinesische Nummer
Meituan war komplett auf Chinesisch. Eine englische Version fand ich nicht. Dazu kam: Für die Registrierung wurde eine chinesische Telefonnummer benötigt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zum Glück bereits am Flughafen bei China Mobile eine Touristenkarte gekauft. Das ist für Reisende möglich, und man bekommt damit auch eine chinesische Telefonnummer. Für viele Dinge reicht in China eine eSIM völlig aus, aber für manche chinesischen Apps kann eine lokale Nummer ein echter Vorteil sein.
Registrierung mit Übersetzer App
Mit Übersetzer App, Geduld und viel Ausprobieren kämpfte ich mich durch die Registrierung. Irgendwann war meine chinesische Nummer hinterlegt und Meituan funktionierte. Damit war aber erst der erste Teil geschafft.
Die App selbst ist sehr umfangreich. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich verstanden hatte, wo man Essen bestellt, wie man die Hoteladresse richtig einträgt und was danach eigentlich passiert. Besonders ungewohnt war für mich die Frage: Wo landet das Essen, wenn man es ins Hotel bestellt?
Essenslieferung gehört in China zum Alltag. Vor Hotels, Wohnanlagen, Bürohäusern und auch vor Schulen sieht man zur Mittagszeit oft viele abgestellte Tüten.
Die Adresse muss in Meituan so hinterlegt sein, dass Fahrer und Hotel sie verstehen. Das ist am Anfang oft der schwierigste Teil.
Vor größeren Hotels kommen oft mehrere Fahrer. Man sollte prüfen, ob man wirklich die eigene Tüte mitnimmt.
Wo landet das Essen im Hotel?
Am Anfang bin ich immer vor das Hotel gegangen und habe den Fahrer erwartet. Die meisten Lieferfahrer kommen mit dem Roller, und vor größeren Hotels kommen abends oft mehrere Fahrer gleichzeitig an. Man sollte also kurz prüfen, ob man wirklich die eigene Bestellung mitnimmt und nicht versehentlich die Tüte eines anderen Gastes.
Mit der Zeit habe ich gelernt, dass viele Hotels feste Ablageplätze für Lieferessen haben. Dort stellen die Fahrer die Bestellung ab, und man holt sie selbst ab. Andere Hotels sind noch moderner: Dort bringt ein kleiner Hotelroboter das Essen direkt bis vor die Zimmertür. Dann klingelt es irgendwann, der Roboter steht vor der Tür, öffnet sein Fach, und das bestellte Essen liegt darin.
Blick in die Meituan App
Die Screenshots zeigen gut, warum Meituan am Anfang nicht selbsterklärend ist. Die App ist umfangreich, komplett chinesisch und voller Kategorien, Aktionen, Restaurants und Lieferoptionen. Mit Übersetzer App und Geduld kommt man aber Schritt für Schritt hinein.


Mein Fazit
Der Aufwand am Anfang war groß, aber für mich hat er sich eindeutig gelohnt. So günstig, bequem und unkompliziert habe ich selten gegessen. Heute nutze ich Meituan in China regelmäßig und bin ein großer Freund davon.
Wenn die App einmal eingerichtet ist, die chinesische Nummer funktioniert und die Hoteladresse stimmt, ist Essen bestellen in China extrem praktisch.