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Südchina: Hongkong, Shenzhen, Guangzhou und Macau

Hongkong, Shenzhen, Guangzhou und Macau liegen so nah beieinander, dass daraus eine eigene China Reise entsteht: Grenze, Skyline, Technik, Essen, Fähren, Hochgeschwindigkeit und sehr unterschiedliche Stadtgefühle.

Hongkong, Shenzhen, Guangzhou und Macau

Südchina ist für mich vor allem diese Achse: Hongkong, Shenzhen, Guangzhou und Macau. Die Region wird international oft als Greater Bay Area beschrieben. Sie verbindet die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau mit den großen Städten in Guangdong.

Für Reisende aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich kann Hongkong ein sehr einfacher Einstieg sein. Es gibt oft gute internationale Verbindungen nach Hongkong, die Stadt ist sehr zugänglich, und von dort kommt man direkt weiter nach Shenzhen und Festlandchina. Genauso kann es inzwischen aber auch sinnvoll sein, direkt nach Shenzhen zu fliegen und danach Hongkong oder Macau zu besuchen.

Über Hongkong nach Shenzhen

Wer nach Hongkong fliegt, kann die Stadt zuerst in Ruhe erleben und danach nach Shenzhen weiterfahren. Praktisch sind die Bahnverbindungen und Grenzübergänge wie Lo Wu oder Lok Ma Chau. Man fährt bis zur Grenze, geht durch die Ausreise und Einreise und steht danach auf der anderen Seite in Shenzhen.

Der wichtige Punkt: Hongkong und Festlandchina sind praktisch eng verbunden, aber beim Übergang bleibt es eine echte Grenzkontrolle und Passkontrolle.

Direkt nach Shenzhen

Shenzhen kann auch direkt ein guter Startpunkt sein. Wer einen günstigen Flug findet, landet direkt im technischen Zentrum Südchinas und kann später nach Hongkong oder Guangzhou weiterreisen. Das kann je nach Flugpreis, Route und Reiseplan genauso sinnvoll oder sogar günstiger sein als der klassische Einstieg über Hongkong.

Für den Vergleich würde ich immer beides prüfen: Flug nach Hongkong und Flug nach Shenzhen.

Hongkong und Macau verbinden

Hongkong und Macau lassen sich sehr gut kombinieren. Klassisch geht das per Fähre. Dazu kommt die Hong Kong Zhuhai Macao Bridge, eine lange Verbindung aus Brücke und Tunnel über das Perlflussdelta. Sie verbindet Hongkong mit Macau und Zhuhai und macht die Region noch stärker zu einem zusammenhängenden Reiseziel.

Einen Helikopterservice gibt es ebenfalls, das ist aber eher eine besondere und teure Variante. Für normale Reisende sind Fähre, Bus über die Brücke oder eine organisierte Verbindung deutlich naheliegender.

Hongkong 香港

Skyline, Hafen, Metro, Märkte, Berge und internationaler Einstieg. Hongkong ist ideal, wenn man China zuerst etwas leichter und vertrauter beginnen möchte.

Shenzhen 深圳

Technik, Elektronik, Startups, moderne Stadtplanung und Tempo. Shenzhen ist eine der spannendsten Städte, wenn man Chinas Gegenwart verstehen will.

Guangzhou 广州

Guangzhou ist die große Stadt der kantonesischen Kultur, des Handels und des Essens. Von Shenzhen und Hongkong ist sie sehr gut erreichbar.

Macau 澳门

Macau ist klein, dicht und besonders: portugiesische Spuren, Casinos, Altstadt, Essen und ein ganz anderes Stadtgefühl als Hongkong oder Shenzhen.

Wofür Shenzhen bekannt ist

Shenzhen ist nicht einfach nur eine große Stadt neben Hongkong. Die Stadt steht für moderne chinesische Technik, Hardware, Geschwindigkeit und Unternehmensgründungen. Wenn irgendwo Roboter tanzen, Drohnen fliegen oder neue Elektroautos präsentiert werden, passt Shenzhen als Bühne sehr gut.

  • Huawei: einer der bekanntesten chinesischen Technologiekonzerne hat seine Basis in Shenzhen.
  • BYD, Tencent und DJI: Shenzhen ist eng mit Elektroautos, Internet, Drohnen und Hardware verbunden.
  • Huaqiangbei: ein berühmtes Elektronikviertel und Symbol für Chinas Hardware Ökosystem.
  • Sonderwirtschaftszone: Shenzhen steht für Chinas Öffnung, Wachstum und Geschwindigkeit seit den 1980er Jahren.
  • moderne Stadtplanung: Metro, Hochhäuser, Parks, Einkaufszentren und neue Stadtteile wirken oft sehr futuristisch.

Meine Reiseidee für Südchina

Für den ersten Einstieg würde ich die Region nicht zu kompliziert planen: Hongkong als internationaler Einstieg, danach Shenzhen als Blick in Chinas technische Gegenwart, weiter nach Guangzhou für Essen und kantonesische Kultur und, wenn noch Zeit bleibt, Macau als eigener kurzer Abstecher.

Wer es andersherum macht und direkt nach Shenzhen fliegt, verpasst nichts. Dann kann Hongkong am Anfang oder am Ende stehen. Wichtig ist nur: Diese Region lebt davon, dass man mehrere Städte kombiniert.

Chinesische Namen für Karten und Apps

Für Karten, Didi, Amap, Baidu Maps oder die Hotelsuche sind die chinesischen Namen praktisch. Gerade bei Shenzhen und Guangzhou findet man Orte oft schneller, wenn man die Schriftzeichen kopieren kann.

  • Hongkong: 香港
  • Shenzhen: 深圳
  • Guangzhou: 广州
  • Macau: 澳门
  • Huaqiangbei: 华强北

Wichtig: Hongkong, Macau und Festlandchina liegen nah beieinander, haben aber eigene Grenzkontrollen und Passkontrollen. Reisepass und aktuelle Einreisebedingungen sollte man deshalb vor der Route prüfen.

Persönlicher Tipp

Nicht nur Hongkong abhaken. Die spannendste Reise entsteht, wenn man Hongkong mit Shenzhen verbindet. Erst Skyline, Hafen und Metro, dann Grenzübergang, Festlandchina, Technikstadt und ein komplett anderes Tempo.

Shenzhen nicht unterschätzen. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick sehr neu, aber genau das ist der Punkt: Hier sieht man besser als an vielen klassischen Reisezielen, wie modern, digital und schnell China heute funktioniert.

Macau als Tagesausflug einplanen. Wer Hongkong besucht, kann Macau gut als eigenen Ausflug ergänzen. Fähre, Brückenverbindung, Altstadt, Essen und ein völlig anderes Stadtgefühl machen Macau zu einem der besten Bausteine für Südchina.

Praktisch weiterplanen

Für diese Region lohnt es sich, Anreise und Weiterreise zusammen zu denken: erst den passenden Flug suchen, dann klären, ob Hongkong, Shenzhen oder Guangzhou der bessere Startpunkt ist.